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Schiedsrichter sind selbstständig und keine Arbeitnehmer – so zumindest hat es das Arbeitsgericht Verden entschieden (2 Ca 227/18). Geklagt hatte Patrick Schult, Schiedsrichter in der dritten Liga. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) obsiegte in diesem Fall.

1:0 für den DFB

Damit ist der Traum von der Weiterbeschäftigung für Patrik Schult erstmal geplatzt. Ähnlich ging es im vergangenen Jahr bereits seinem Kollegen Malte Dittrich. Damals urteilte auch das Landesarbeitsgericht Hessen (9 Sa 1399/16), dass der zwischen den Schiedsrichtern und dem Deutschen Fußball-Bund vor jeder Saison geschlossene Vertrag kein Arbeitsverhältnis begründe.

Weisungsgebunden oder nicht?

Die Kläger gaben jeweils an, zu festgelegten Spielen eingesetzt worden zu sein. Es gab einem Dienstplan. Außerdem fühlten sie sich durch fachliche und inhaltliche Weisungen gebunden. All das wären Hinweise, dass sie Arbeitnehmer und nicht selbstständig sind. Dieser Ansicht folgten die Gerichte in den beiden Einzelfällen jeweils nicht: Fußballschiedsrichter erledigen Aufträge und erfüllen Dienstleistungen, so die Richter.



Dieser Beitrag wurde am Montag, 25. Februar 2019 um 07:32 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsvertrag, Rechtsprechung abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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