- Betriebsrat Blog - https://blog.betriebsrat.de -

Berufsunfähig durch Burnout

Es ist Freitag Nachmittag und wie jede Woche sind viele Arbeitnehmer in Gedanken gerade vereint: ?Endlich Wochenende!?. Ausgepowert von den Arbeitsanstrengungen der vergangenen Tage ? das kennt wohl jeder. Mehr und mehr sind durch die beruflichen Belastungen auch bereits ?ausgebrannt?, neudeutsch bezeichnet als Burnout-Syndrom.

Betroffene leiden an seelischen und körperlichen Beschwerden ? beginnend mit Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche; gesteigert durch Depressionen, Bluthochdruck und Angstzustände; bis zur totalen Erschöpfung und schließlich dem Zusammenbruch.

Nach Auffassung des Landgerichts Münchens (Az.: 25 O 19798/03) kann das Burnout-Syndrom nun auch zu einer Berufsunfähigkeit führen und damit die Berufsunfähigkeitsversicherung zu Zahlungen verpflichten.
In dem entschiedenen Fall versuchte der Leidtragende zunächst erfolglos, Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu erlangen. Doch die Versicherung weigerte sich und die Angelegenheit ging vor Gericht. Schon in der ersten Instanz bekam der Arbeitnehmer recht. Doch die Versicherung wollte sich damit nicht zufrieden geben und legte Berufung ein. Als allerdings die Richter in der zweiten Instanz klar machten, dass sie keine Zweifel an der Richtigkeit des ersten Urteils hätten, zog die Versicherung die Berufung zurück und akzeptierte den ersten Richterspruch. Dieser wurde damit rechtskräftig.

Treffen kann das Burnout-Syndrom jeden. Besonders gefährdet ist, wer viel arbeitet. Wichtig sind hier vorbeugende Maßnahmen, wie sich selbst ausreichend Zeit und Raum zum Regenerieren zu geben.

Ganz in diesem Sinne, verabschiede ich mich ins Wochenende.

Conny