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Rentenbescheide künftig ohne Behörden-Blabla

Die Deutsche Rentenversicherung [1]möchte ihre Bescheide in Zukunft bürgerfreundlicher gestalten. Das heißt: übersichtlicher, persönlicher und vor allem verständlicher. Der Empfänger soll beispielsweise gleich am Anfang des Schreibens unmissverständlich erfahren, ob es eine Rente gibt und in welcher Höhe oder eben nicht. Ein erklärendes Inhaltsverzeichnis und aussagekräftige Überschriften für eine bessere Orientierung sind ebenfalls geplant. Sätze sollen kürzer und Fachbegriffe – wenn überhaupt notwenig – erklärt werden.

Erste Ergebnisse aus einem Pilotprojekt bestätigen, dass sich die Kunden mit den neuen Bescheiden besser informiert fühlen, berichtet der Rentenversicherungsträger. Kein Wunder! Denn es heißt jetzt nicht mehr: „Ihrem Antrag auf Rente wegen voller Erwerbsminderung nach § 43, Abs. 2 SGB VI kann nicht entsprochen werden, weil weder eine teilweise noch eine volle Erwerbsminderung und auch keine Berufsunfähigkeit vorliegt.“, sondern „Ihrem Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung können wir leider nicht entsprechen, weil Sie die medizinischen Voraussetzungen nicht erfüllen.“

Die Rentenversicherung hofft so auf einen spürbaren Rückgang bei Beratungsgesprächen und Widersprüchen. Nach und nach werden nun alle Schreiben der Rentenversicherung überarbeitet und sprachlich genauestens überprüft.

Ines