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Stell dir vor es wäre Wiesn und keiner käme hin…

Nicht ganz unwahrscheinlich. Denn: Zur Wiesn droht ein U-Bahn-Streik, berichtet der Münchner Merkur [1]. Damit droht die Gewerkschaft GDL [2](Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer), nachdem sie die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt hatte. Jetzt bereitet sie sich auf unbefristete Streiks vor. Zwar planen sie „am Anfang kein Riesenchaos, sondern haben ein abgestuftes Streik-Szenario“. Nichts desto trotz könnte das am Ende auch das Oktoberfest [3]treffen, das am 18. September beginnt, sollten sich die Tarifparteien bis dahin nicht einigen.

Wir wollen nicht Fahrgäste und Touristen ärgern“ – sondern die Arbeitgeber, so äußerte sich Willi Russ, der für den Dachverband dbb Tarifunion [4]die Tarifverhandlungen in Bayern verantwortet. Stimmen der Stadtwerke München bezeichnen laut dem Zeitungsbericht diese Aussagen als „netten Scherz“ und stellen es sich schwierig vor, einen solchen Arbeitskampf zu führen, der die Fahrgäste nicht verärgert. Immerhin werden dieses Jahr etwas mehr als die üblichen rund sechs Millionen Besucher auf dem Oktoberfest erwartet. Wenn dann an einem Wiesn Samstag zig U-Bahn-Fahrer streiken…..da kann einem ein fröhliches „O zapft is“ schon mal im Halse stecken bleiben.

Herbert König, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), [5]warnt seine Belegschaft davor, „die Fahrgäste massiv gegen sich aufzubringen.“ Da bekommt der fromme Wunsch: „Auf eine friedliche Wiesn“ plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Ines