von Andrea am 10.09.2010, 16:09 Uhr , Kategorie: Rechtsprechung

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hält für Arbeitgeber immer wieder Stolpersteine bereit. Wie schafft man es, in die „AGG-Falle“ zu tappen? Man bracht dazu:

1. Eine Stellenausschreibung wie folgende:

„Suchen zunächst auf ein Jahr befristet eine(n) junge(n) engagierte(n) Volljuristin/Volljuristen“

2. Einen Bewerber, der bis auf das Wörtchen “JUNG“ alle Anforderungen erfüllt.

3. Und: Einen Bewerber, der
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Ein HIV-Positiver Arbeitnehmer erstritt von seinem Arbeitgeber eine Entschädigung wegen Diskriminierung. Er war in einer internen Stellenausschreibung  – harmlos ausgedrückt – benachteiligt worden. Tatsächlich wurde er gar nicht erst berücksichtigt.

Das Berliner Unternehmen hatte intern eine Stelle zur Besetzung ausgeschrieben. Zahlreiche hausinterne Bewerbungen gingen ein, unter ihnen auch die eines HIV-positiven Mannes.
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von Ines am 10.08.2010, 12:15 Uhr , Kategorie: Allgemein

Im Blog-Beitrag vom 05.08.2010 hatte ich es schon angekündigt: Heute folgt mehr zum Thema „Was Ihr Name über Ihre Karriere-Chancen verrät“. Ob es da wirklich einen Zusammenhang gibt? Jedenfalls behauptet das Bernd M. Samland, Geschäftsführer der Kölner Namensagentur „Endmark“. Er hat untersucht, wie sich Namen auf die Karriere auswirken. Mit folgendem Ergebnis:
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von Thomas am 13.04.2010, 11:45 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Gleichberechtigung

Die Deutsche Einheit ist nun schon seit über 20 Jahren vollendet und trotzdem muss sich ein Arbeitsgericht mit Spätfolgen beschäftigen! Anscheinend sind wir Deutschen immer noch nicht so recht zusammengewachsen: Ansonsten würde es nicht zu solchen arbeitsrechtlichen Prozessen kommen:

Wie die Süddeutsche Zeitung letzten Freitag berichtete, hatte sich eine 49jährige Berlinerin in einem westdeutschen Unternehmen als Buchhalterin beworben. Allerdings nicht erfolgreich, denn sie erhielt die Bewerbungsunterlagen zurück. So weit nicht ungewöhnlich. Was den Fall aber interessant macht war der Umstand, dass der Arbeitgeber Kommentierungen auf den Bewerbungsunterlagen vorgenommen hatte. So standen handschriftliche Vermerke wie „Ossi“ und „DDR
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Dass zu forsches Auftreten im Vorstellungsgespräch nicht gerade Sympathien für den Bewerber erwachsen lässt, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand!

Was ist aber, wenn ein provokanter Bewerber eine Altersdiskriminierung vorschiebt, um an Schadensersatzzahlungen wegen Nichteinstellung nach § 15 AGG zu kommen? Diese Zahlungen betragen immerhin bis zu drei Monatsgehälter!

Das Landesarbeitsgericht Köln hat diese Sache vor wenigen Wochen entschieden: Nach Ansicht der Richter kann sich eine „offenkundige fehlende Eignung eines Bewerbers auch aus seinem provokanten Auftreten im Bewerbungsverfahren ergeben“ (LAG Köln vom 10.02.2010 – 5 Ta 408/09).

Folgender Fall lag dem genannten Leitsatz zu Grunde: Ein 61jähriger
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von Peter am 21.12.2009, 16:19 Uhr , Kategorie: Allgemein

Stell Dir vor Dein Betrieb macht Weihnachtsfeier, und Du wirst erst gar nicht eingeladen…

Diese, für manche sicher gar nicht mal so unangenehme Erfahrung musste die Mitarbeiterin einer Schwimmschule in Hannover machen. In seinem Blog berichtet Rechtsanwalt Michael Felser über Einzelheiten des Falls: Die Kollegin wurde im Jahr 2008 von ihrem Arbeitgeber nicht zur betrieblichen Weihnachtsfeier eingeladen. Damals war sie hochschwanger, weswegen ihr Chef gemeint haben soll, dass er sie als Schwangere „überhaupt nicht mehr sehen“ wolle. Die Arbeitnehmerin zog die Notbremse und klagte auf  Entschädigung in Höhe von 4.200,- Euro wegen Diskriminierung und Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot gem. § 15 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz).

Bei der Güteverhandlung, die kürzlich vor dem Arbeitsgericht Hannover stattfand, konnte keine Eingung erzielt werden.

Peter

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