von Nicola am 14.12.2018, 09:30 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

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Eine traurige Meldung so kurz vor dem Jahresende. Laut Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gab es in Deutschland 2018 so viele arme Menschen wie noch nie: 16,8 Prozent der Bevölkerung fallen unter die Armutsgrenze. Und das, obwohl wir in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und geringer Arbeitslosigkeit leben.

Was bedeutet „arm“?
Der Begriff „arm“ ist hier relativ zu verstehen: Ausschlaggebend ist der Vergleich zum mittleren gesellschaftlichen Einkommen. Als relativ arm gelten all diejenigen, die von weniger als 60% des mittleren Einkommens leben. So liegt die Armutsgrenze bei Single-Haushalten in Deutschland bei einem Einkommen von weniger als 1.086 Euro pro Monat und bei einer Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2.281 Euro.

Arm trotz Arbeit
Das Erschreckende an diesen Zahlen ist nicht nur die große Anzahl der relativ armen Menschen in Deutschland. Die Tatsache, dass ein Drittel dieser Menschen einer Arbeit nachgeht, also trotz Job an Armut leidet, ist fast noch besorgniserregender. Ein deutliches Zeichen, dass hier etwas schiefläuft. Werden wir in Zukunft in einem Land leben, in dem Geringverdiener zwei Jobs stemmen müssen, um immer höhere Mieten zahlen zu können? In dem Rentner, die jahrelang in das soziale System eingezahlt haben, sich ihren Ruhestand nicht mehr leisten können? In dem die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinanderdriftet?

Armut in der Breite bekämpfen
Die Politik hat das Problem erkannt, aber getan wird noch zu wenig. Was aber dabei herauskommt, wenn die Sorgen und Ängste der Menschen nicht ernst genommen werden, wissen wir: Eine Radikalisierung der Bevölkerung, die unterschiedlichste Formen annehmen kann. Von den lauten Protesten der Gelbwesten in Frankreich bis zum stillen Kreuz am Stimmzettel für Populisten.

Der Paritätische Wohlfahrtsverbund fordert eine neue Ausrichtung der Armutspolitik. Vor allem müsse „die armutspolitische Agenda…deutlich breiter werden“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Armut wird niemals in der Breite bekämpft werden können, ohne entsprechende Reformen in der Alterssicherung, ohne eine anspruchsvolle Arbeitsmarkt- und Mindestlohnpolitik und ohne einen Kinderlastenausgleich, der arbeitende Eltern zuverlässig vor Armut schützt.“

Als Betriebsräte kämpfen Sie jeden Tag für die Interessen der Belegschaft. Wie wichtig diese Aufgabe ist, zeigt nicht zuletzt dieser Bericht.

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Wie die „Welt“ berichtet hat Deutschland mittlerweile die niedrigste Geburtenrate in der gesamten EU. Und dieser Trend verfestigt sich immer mehr, denn auch im vergangenen Jahr 2010 kamen wiederum deutlich weniger Kinder zur Welt als im Vorjahr 2009. In Ostdeutschland fällt der Geburtenrückgang noch deutlich stärker aus als im Westen. Allein der Ausbau der Betreuungsplätze und das Elterngeld führen also nicht zu höheren Geburtenraten.

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Die Bundesregierung will eine Kommission zur Bekämpfung von Altersarmut einsetzen. Ministerin Ursula von der Leyen teilte mit, dass Anfang 2011 die Arbeit aufgenommen und ein Jahr später ein Bericht vorgelegt werden soll.

Armutsbekämpfung bei älteren Menschen: Wahrscheinlich eines der brisantesten Themen der nächsten Jahrzehnte! Im Koalitionsvertrag von Union und FDP steht, Altervorsorge solle sich zuletzt auch für Geringverdiener lohnen, Altersarmut müsse vermieden werden. Eine Kommission dafür ist eine feine Sache. Denn in ihr sitzen Experten, die sich Gedanken machen und am Ende eine Empfehlung aussprechen. Diese könnte dann etwa so lauten: Macht einfach
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Bereits seit 1983 ruft die Europäische Union jedes Jahr ein sog. „Europäisches Jahr“ aus, dem ein sozio-kulturelles Thema zugeordnet ist. Im Jahr 2009 war, von vielen sicher unbemerkt, das Europäische Jahr zur Kreativität und Innovation. Heuer geht es um die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Dazu findet auf internationaler aber vor allem auch auf nationaler Ebene eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit statt, die Bürger und Politiker  in besonderer Weise für das Thema sensibilisieren will.

Das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung soll dadurch gestärkt und die Wahrnehmung für deren Ursachen und Auswirkungen geschärft werden. Denn immerhin 17 Prozent der EU-Bürger haben nicht genügend Geld, um
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Die Antwort: Nun, sie liegen Kopf an Kopf beim Einkommen beieinander, nur leider am untersten Ende der Skala. Karrierecoach Martin Wehrle, früher selber als sog. Führungskraft aktiv, arbeitet heute als Mitarbeiter-Berater in großen Unternehmen. Vor kurzem verglich er die durchschnittlichen Einkommen diverser Berufsgruppen miteinander. Heraus kam eine traurige Hitliste der am schlechtesten bezahlten Berufe in unserem Land.

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