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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist ein ernstes Thema. Damit gemeint sind unter anderem sexualisierende Bemerkungen und Handlungen, die entwürdigend bzw. beschämend wirken, unerwünschter körperlicher Kontakt, Annäherungen in Verbindung mit Versprechen von Belohnungen und/oder Androhung von Repressalien. Leider wird darüber gerne geschweigen. Von Betroffenen, aber auch von Arbeitgebern. Und das geht gar nicht. Denn Letzterer hat eine Fürsorgepflicht und sollte sich offen gegen sexistische Tendenzen im Arbeitsalltag stellen. Dass es diese tatsächlich gibt, zeigen die Zahlen der dbb Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst 2018, die vom Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt wurde.


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Bewirbt sich ein sprachbehinderter, stotternder Bewerber auf eine Stelle, darf er nicht wegen „fehlender Kommunikationsstärke“ abgelehnt werden. Dies kann die Vermutung rechtfertigen, dass eine Benachteiligung wegen der Behinderung vorliegt und einen Entschädigungsanspruch begründen, so die Richter des Landesarbeitsgerichts Köln in einem Beschluss vom 2. Januar 2012 (Az: 9 Ta 272/11).

In dem Fall sprachen die Richter dem abgelehnten Bewerber Prozesskostenhilfe für eine Entschädigungsklage wegen Diskriminierung zu. Der Kläger, bei welchem aufgrund seiner Sprachbehinderung seit 1979 eine Minderung der Erwerbsfähigkeit mit einem Grad der Behinderung von 30 vorliegt, hatte sich auf eine Stelle als Arbeitsvermittler beworben. Nach einem Bewerbungsgespräch lehnte die Beklagte seine Bewerbung ab, weil
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von Thomas am 26.01.2011, 09:24 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ will Benachteiligungen verhindern bzw. beseitigen, § 1 AGG. Vor allem Arbeitnehmer und Stellenbewerber kommen in den Genuss des AGG-Schutzes: Denn gerade in der Arbeitswelt soll kein Platz für Willkür und Diskriminierung sein.

Wie jede andere Sache hat aber auch das AGG seine Grenzen. Geschützt wird nämlich nur vor den im Gesetz genannten Gründen. So musste schon eine ostdeutsche Bewerberin die schmerzhafte Erfahrung machen, dass
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