von Peter am 26.05.2010, 10:55 Uhr , Kategorie: Allgemein

Wie macht man als Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung? Vielleicht so: Sich mit dem Arbeitgeber treffen,erst mal reden und sich auseinandersetzen, dann etwas streiten, irgendwann Kompromisse treffen und schließlich das alles zusammenschreiben damit es unterschrieben werden kann. Ja? Oder so ähnlich? Mal ehrlich: Haben Sie als Betriebsrat eigentlich einen Plan, wenn eine Betriebsvereinbarung ansteht? Gehen Sie dabei strategisch vorbei? Haben Sie überhaupt schon mal an einer Betriebsvereinbarung mitgearbeitet?

Die Erstellung von Betriebsvereinbarungen ist ein weites Feld und reicht von „Hilfe, wie machen wir das nur?“ bis zum eigenen BR-Team, das seit Jahren im Einsatz ist und alle Tricks und Kniffe bei der Erstellung kennt, dabei kommunikativ bestens geschult und natürlich verhandlungssicher ist, und zum Teil dermaßen hochspezielle Themen regelt, wo so mancher Jurist wahrscheinlich inhaltlich aussteigen würde. Nur: Die meisten Betriebsräte befinden sich irgendwo dazwischen und freuen sich im Allgemeinen über Hilfestellungen jeglicher Art.

Hier ist eine:
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von Peter am 14.05.2010, 09:25 Uhr , Kategorie: Allgemein

Es ist nicht auszuschließen, dass in den zigtausend deutschen Betriebsratsgremien auch der bzw. die ein oder andere Adlige mit an Bord ist. Zugegeben: Mit der Vorstellung tut man sich schon ein wenig schwer. Betriebsrat ist für die meisten eben immer noch „echte“ Arbeitervertretung, da riecht es nach Schweiß, da dröhnt die Maschinenhalle, harte Maloche, verschmierte Blaumänner, diese herrlichen Klischeebilder kennt man zur Genüge, sie wollen einfach nicht aus dem Kopf. Aber pillepalle: Denn die Zeiten ändern sich. Ab sofort hat auch das Glamourmagazin Bunte eine Arbeitnehmervertretung: In das siebenköpfige Gremium zogen kürzlich etliche Redakteure und Ressortleiter ein. Nichts besonderes, will man meinen. Bis auf sie: das neue ordentliche Betriebsratsmitglied Marie Gräfin von Waldenburg, im Hauptberuf „Society-Chefin“ und als solche auf Du und Du mit den Promis dieser Welt. Vielleicht sieht man sich ja mal auf einem ifb-Seminar, Frau Gräfin? Wir haben recht gute Referenten. Die sollten sie unbedingt mal kennenlernen.

Peter

von Thomas am 12.05.2010, 16:02 Uhr , Kategorie: Allgemein

Damit der (Gesamt-)Betriebsrat die Interessen der Arbeitnehmer ordnungsgemäß vertreten kann, muss er sich ein Bild über die Arbeitssituation der Mitarbeiter machen können.

Gerade räumlich entfernte und betriebsratslose Verkaufsstellen eines Unternehmens müssen deshalb für den Gesamtbetriebsrat auch erreichbar sein. Die im Betrieb vorhandenen Telefone dürfen
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von Andrea am 04.05.2010, 08:30 Uhr , Kategorie: Allgemein, Rechtsprechung

Gute Idee?! Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, für Ihre nächste Betriebsversammlung einen Party-Service kommen zu lassen, sollten Sie diese Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 3 TaBV 48/09) kennen:

Ein Betriebsrat hatte für seine Betriebsversammlung beim einem Party-Service verschiedene Stehtische für rund 232,00 € gemietet. Da sich der Arbeitgeber weigerte, die Rechnung zu zahlen, zog der Betriebsrat vor Gericht. Das Landesarbeitgericht Rheinland-Pfalz entschied
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Es ist manchmal nur schwer vorstellbar, was sich manche Arbeitgeber alles einfallen lassen, um ihre Betriebsräte unter Druck zu setzen. Dieser Druck erreicht dabei manchmal ein fast schon unerträgliches Niveau. Über einige dieser Fälle berichten nun zwei Fernsehsender. Der erste Videobeitrag stammt vom ZDF-Magazin Frontal 21: Hier wurde unter dem Titel „Mobben und Bespitzeln“ berichtet, wie zwei Betriebsräte einer Karlsruher Chemiefirma von ihrem Arbeitgeber durch Detektive beschattet und mit einer Klageflut überzogen wurden:

Das zweite Video stammt vom Wirtschafts- und Verbrauchermagazin „markt“ des WDR. Unter dem Titel „Beschattet und beschuldigt“ wird über heftigste Methoden berichtet, die ein großer
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Ohne die Beiziehung der Arbeitsgerichte ging gar nichts: Jetzt aber steht eine Regelung über das Zutrittsrecht der Gewerkschaft ver.di in Lidl-Filialen. Das ist zumindest ein Achtungserfolg, denn der in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Stuttgart geschlossene Vergleich gilt nur für die 86 Lidl-Filialen in der Region Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Laut ver.di gibt es hier nur eine einzige Filiale mit festem Betriebsrat. Der Vergleich soll aber laut einem Gewerkschaftsvertreter richtungsweisend für ganz Deutschland sein.

Was wurde geregelt? Zwei Vertreter von ver.di dürfen ab sofort
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Beschäftigungssicherung – ein wichtiges Thema für Betriebsräte, insbesondere in Krisenzeiten. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen Unternehmen Kosten zu senken – oft auf Kosten der Arbeitnehmer.

Hinweise und Anregungen für eigene Vereinbarungen zum Thema Beschäftigungssicherung können Betriebsräte sich jetzt im Internet
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von Peter am 26.03.2010, 13:33 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Der Nichtraucherschutz kommt gewaltig voran. Für Gaststätten gibt es nun fast überall mehr oder weniger strenge Regeln, die den Umgang reglementieren, in Bayern steht sogar ein Volksentscheid an, mit dem die Situation für Raucher nochmals verschärft werden könnte. Nicht viel anders stellt es sich in Betrieben und Unternehmen dar. Das Gesetz gibt vor, dass Arbeitgeber Beschäftigte vor Qualm schützen müssen. Und das Bundesarbeitsgericht hat vor gar nicht allzu langer Zeit entschieden, dass jedem Arbeitnehmer ein rauchfreier Arbeitsplatz zustehen muss, soweit dies die „Natur der Dienstleistung“ gestattet.

Was dürfen Raucher denn eigentlich noch? Welche Rechte haben sie im Betrieb? Werden Raucher mittlerweile sogar schon diskriminiert? Wahrlich keine leichten Zeiten für Tabakkonsumenten. Denn viele
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Unter dem Titel „Die geheimen Tricks der Betriebsräte“ veröffentlichte das Handelsblatt kürzlich ein Interview mit der renommierten Fachanwältin für Arbeitsrecht Antje-Kathrin Uhl. Besonders geheim waren die Tricks dann aber nicht, die die Arbeitsrechtlerin verriet. So stellte sie zum Beispiel klar, dass Betriebsräte bestimmte Prozesse zwar verzögern, nicht jedoch völlig blockieren können, wie etwa im Fall von Betriebsänderungen. Ein weiterer Trick: Bewerber für die derzeit laufenden Betriebsratswahlen, die allein durch ihre Kandidatur sechs Monate besonderen Kündigungsschutz erhalten würden. Und schließlich soll es da auch sog. Koppelungsgeschäfte geben, bei denen der Betriebsrat „Nebenkriegsschauplätze“ eröffnet, um bei anderen Themen, wie etwa Verhandlungen über einen Interessenausgleich mehr Substanzielles zu erreichen? Die Anwältin weist im Interview darauf hin, dass die Kapazitäten von Arbeitgebern meist überschätzt werden. Mit Verzögerungen und „unerwarteten“ Widerständen können diese oft nur schlecht umgehen, ist doch ihre ganze Energie auf die Umsetzung von Umstrukturierungsplänen gerichtet. Und auch die Vorgaben von Gerichten bei Informationspflichten im Falle von Betriebsübergängen seien mittlerweile so strikt, dass manchem Arbeitgeber in der Hektik schon mal ein Missgeschick passiere. Na sowas!

Geheime Tricks? Strikte Verweigerungshaltung von Betriebsräten,
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von Peter am 19.03.2010, 13:38 Uhr , Kategorie: Allgemein

Unter Organizing versteht man eine relativ neue Form von beteiligungsorientierter Gewerkschaftsarbeit, die durch ein kampagnenartiges Vorgehen geprägt ist und das Ziel anstrebt, neue Mitglieder zu werben, Mitarbeitervertretungen in bisher betriebsratsfreien Unternehmen zu installieren sowie neue Tarifverträge abzuschließen. Organizing stammt aus den USA und aus Großbritannien. Dort gelang es den Gewerkschaften, vor allem im Dienstleistungssektor, unter schwierigen Bedingungen erfolgreich neue Mitglieder anzuwerben. In Deutschland haben die Gewerkschaften seit 2005 erste Organizing-Kampagnen unternommen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di konnte dabei zum Beispiel in Hamburg hunderte neuer Mitglieder im Sicherheitsgewerbe gewinnen. 2007 startete eine erfolgreiche Kampagne in zwei Lagern eines großen Versandhändlers, bei der es gelang, einerseits einen Arbeitskampf zu führen und andererseits den Organisationsgrad der dort beschäftigten rund 4.000 Mitarbeiter um 50 Prozent zu steigern. Zuletzt standen Organizing-Kampagnen bei Lidl und Schlecker im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Den Ablauf einer solchen Organizing-Kampagne beschreibt
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