Das ist die Meinung der Personalchefin von Mydays, deren Unternehmen gerade das sog. anonymisierte Bewerbungsverfahren nutzt.

Seit einem halben Jahr läuft nun das Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Durch ein Schweigen des Bewerbers zu den Punkten Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand sowie ein fehlendes Bewerberbild soll eine Diskriminierung bei der Stellenvergabe vermieden werden. Statt der genannten Angaben listet der Bewerber nur noch seine Abschlüsse, die Dauer seiner Ausbildung sowie seine beruflichen Stationen auf und begründet seine Motivation für die Bewerbung. Allein an Hand dieser Fakten entscheidet der Arbeitgeber darüber,
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von Thomas am 01.06.2011, 17:11 Uhr , Kategorie: Allgemein

Wer ehrenamtlich tätig ist sammelt Pluspunkte im Vorstellungsgespräch. In welchem Bereich das ehrenamtliche Engagement erfolgt (Verein, Kirche, Feuerwehr, Naturschutz usw.) ist zweitrangig. Wichtig ist dem Arbeitgeber jedoch, dass der Bewerber der freiwilligen Sache ernsthaft nachgeht; das berichtet „Die Welt online“.

Warum das Ehrenamt eine so wichtige Stellung hat, erklärt Thomas Fritz, Personalchef des Beratungsunternehmens McKinsey: „Wir suchen schließlich echte Persönlichkeiten, die gesellschaftlich etwas verändern wollen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Was man tatsächlich macht ist zweitrangig, denn: „Die Hauptsache ist, dass ein Bewerber soziale Fähigkeiten trainiert, die er im Umgang mit unseren Kunden braucht,“ so Fritz.

Durch das soziale Engagement wird die
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von Peter am 04.03.2011, 13:15 Uhr , Kategorie: Allgemein

Der Ehrliche ist immer der Dumme, heißt es oft. Aber ist das wirklich so? Na gut, der Ehrliche zieht oft den Kürzeren, aber der Dumme ist er deswegen noch lange nicht! Und dass „Schummeln“, wie man Betrug neuerdings gerne umschreibt, zwangsläufig zum Erfolg führen muss, stimmt offenbar auch nicht mehr. Was in der Politik nicht mehr zu funktionieren scheint, sollte man tunlichst auch aus dem normalen Leben verbannen. Wie sieht es denn zum Beispiel mit der Schummelei bei beruflichen Bewerbungen aus?

Guttenberg hat es in seinem Lebenslauf vorgemacht: Auf seiner Webseite liest man, er sei
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von Peter am 30.11.2010, 16:58 Uhr , Kategorie: Allgemein

Vorstellungsgespräche als Blind-Date“ – so ähnlich lautete ein Beitrag im Betriebsrat Blog vor einiger Zeit. Damals berichteten wir über die Pläne des Bundesfamilienministeriums, neue Wege bei Bewerbungsverfahren gehen zu wollen. Anonym gehaltene Bewerbungen sollen dabei helfen, dass Umstände wie Nationalität, Lebensalter, Geschlecht oder Aussehen nicht mehr länger zu einem schon frühzeitigen Ausscheiden im Bewerbungsverfahren führen. Denn das ist die tägliche Diskriminierung im Personalbüro: Stimmt schon der Klang des Namens eines Kandidaten nicht mit den Vorstellungen des Entscheiders überein, dann schaut er sich den Rest der Bewerbung gar nicht mehr an. Und verpasst damit womöglich den Besten von allen. Der wiederum schaut in die Röhre, öfters vermutlich.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat Ende November nun offiziell das Pilotprojekt „Anonymisierte Bewerbungsverfahren“gestartet. Mit dabei sind fünf große Unternehmen sowie drei öffentliche Arbeitgeber. Für einen Zeitraum von 12 Monaten werden dort für 225 zu besetzende Arbeitsplätze sämtliche eingehenden Bewerbungen in der Vorauswahl anonym behandelt. Es gibt drei Möglichkeiten, wie das geschehen wird:

  • per anonymisierten Online-Bewerbungsbogen, der speziell für ein Unternehmen angefertigt wird
  • per standardisiertem Bewerbungsformular, das einen Fragebogen enthält
  • per nachträglicher Anonymisierung, zum Beispiel durch Schwärzen bestimmter Stellen

Im Projekt werden alle Varianten getestet. Das Ziel lautet: Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch soll ausschließlich aufgrund der Qualifikation des Bewerbers erfolgen.

Die Deutschen fänden solche Blind-Date-Bewerbungen grundsätzlich prima: Immerhin 56% sollen sich in einer Umfrage für ein solches Verfahren ausgesprochen haben. In anderen Ländern wie den USA herrschen da schon seit langem ganz andere Sitten:
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von Ines am 03.11.2010, 19:36 Uhr , Kategorie: Allgemein

Wir wissen es alle, ob wir es gut finden oder nicht: Das Aussehen ist heutzutage mehr als wichtig und spielt nicht nur in der Partnersuche/-findung sondern auch im Beruf und in der Karriere eine wichtige Rolle. Attraktive Bewerber/innen erhalten oft den Vorzug gegenüber anderen. Das wissen auch die Psychologen Prof. Matthias Spörrle und Maria Agthe im „Personalmagazin“. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel, so die Experten. Denn: Ein attraktives Äußeres soll den Bewerbern im Gespräch mit dem Personaler nämlich nur weiterhelfen, wenn dabei ein Mann auf eine Frau trifft oder umgekehrt. Trifft man auf das gleiche Geschlecht sieht es schon ganz anders aus. Insbesondere bei Frauen
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Ein HIV-Positiver Arbeitnehmer erstritt von seinem Arbeitgeber eine Entschädigung wegen Diskriminierung. Er war in einer internen Stellenausschreibung  – harmlos ausgedrückt – benachteiligt worden. Tatsächlich wurde er gar nicht erst berücksichtigt.

Das Berliner Unternehmen hatte intern eine Stelle zur Besetzung ausgeschrieben. Zahlreiche hausinterne Bewerbungen gingen ein, unter ihnen auch die eines HIV-positiven Mannes.
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von Ines am 10.08.2010, 12:15 Uhr , Kategorie: Allgemein

Im Blog-Beitrag vom 05.08.2010 hatte ich es schon angekündigt: Heute folgt mehr zum Thema „Was Ihr Name über Ihre Karriere-Chancen verrät“. Ob es da wirklich einen Zusammenhang gibt? Jedenfalls behauptet das Bernd M. Samland, Geschäftsführer der Kölner Namensagentur „Endmark“. Er hat untersucht, wie sich Namen auf die Karriere auswirken. Mit folgendem Ergebnis:
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von Ines am 05.08.2010, 12:11 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das Bundesfamilienministerium will gemeinsam mit fünf großen Unternehmen und dem Land NRW anonyme Bewerbungen testen. Das Ziel: Auf dem Arbeitsmarkt soll mehr Chancengleichheit erreicht und Diskriminierung von vornherein verhindert werden. Im kommenden Herbst wurde dazu der Beginn eines Pilotprojekts angekündigt. Stellenbewerber sollen dann in ihren Unterlagen auf Angaben wie Name, Alter, Nationalität, Familienstand, Geschlecht, Religion – und natürlich auf das Foto – verzichten.

Die erste Bewerberauswahl wird dadurch ein Stück neutraler und man fällt nicht gleich aus dem Verfahren raus, weil dem Personalleiter die Nase, das Alter oder auch der Name nicht passt.
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von Thomas am 13.04.2010, 11:45 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Gleichberechtigung

Die Deutsche Einheit ist nun schon seit über 20 Jahren vollendet und trotzdem muss sich ein Arbeitsgericht mit Spätfolgen beschäftigen! Anscheinend sind wir Deutschen immer noch nicht so recht zusammengewachsen: Ansonsten würde es nicht zu solchen arbeitsrechtlichen Prozessen kommen:

Wie die Süddeutsche Zeitung letzten Freitag berichtete, hatte sich eine 49jährige Berlinerin in einem westdeutschen Unternehmen als Buchhalterin beworben. Allerdings nicht erfolgreich, denn sie erhielt die Bewerbungsunterlagen zurück. So weit nicht ungewöhnlich. Was den Fall aber interessant macht war der Umstand, dass der Arbeitgeber Kommentierungen auf den Bewerbungsunterlagen vorgenommen hatte. So standen handschriftliche Vermerke wie „Ossi“ und „DDR
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von Peter am 07.01.2010, 17:26 Uhr , Kategorie: Allgemein

Was waren das noch für Zeiten, als man seine Bewerbung für eine neue Stelle mit der Schreibmaschine getippt und anschließend links oder rechts oben das teure Porträtbild aus dem örtlichen Fotostudio mit Kleber befestigt hat. Der Lebenslauf hatte das gleiche Schicksal, Tabelleneinzug war schon schwieriger, damit am Ende auch alles halbwegs gut aussah. Wie schön, als man dann einen PC zu Hilfe nehmen konnte und nicht immer gleich alles neu schreiben musste, wenn man einen kleinen Rechtschreibfehler gemacht hat. Eintüten, zum Postamt fahren, abschicken, bangen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet nun Neues aus dem Lager der sog. Karriereberater und „Recruiting-Experten“. Diese haben, wie schon öfters, mal wieder einen Blick in die Zukunft geworfen und festgestellt:
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