Reinigungskräfte haben in der Corona-Krise ein hohes Ansteckungsrisiko
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„Die Angst vor Ansteckung ist immer dabei“

In der Corona-Krise völlig aus dem Blick geraten sind die Reinigungskräfte, meint die Betriebsratsvorsitzende Manuela Oeckei. Sie gehen in Krankenhäusern und auch Altenheimen täglich an ihre körperlichen Grenzen – Extrageld bekommen sie dafür nicht, meistens noch nicht einmal ein Dankeschön. Und dabei haben Sie wegen Corona sogar noch mehr zu tun als sonst.

Frau Oeckei, alle sprechen im Moment von Pflegekräften. Von dem Druck auf die Reinigungskräfte durch Corona spricht kaum jemand. Wie empfinden Sie und ihre Kollegen die Situation?

Kritisch, da die Reinigungskräfte in dieser Krise sehr angespannt sind. Sie haben Angst, sich bei der Arbeit anzustecken. Auch Reinigungskräfte sind systemrelevant. Als Reinigungsfachkräfte sind wir professionell geschult in Hygienethemen. Wir machen einen sehr anspruchsvollen Job. Der ist extrem wichtig – gerade jetzt in dieser Krise.

Was ist anders seit Corona? Gibt es mehr zu tun also sonst?


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Geschäfte wieder geöffnet nach Corona

Stand: 20.04.2020

Heute wurden die Corona-Beschränkungen in vielen Bundesländern erstmals ein wenig gelockert. Kontaktverbot und Abstandsregeln gelten zwar weiter, doch die ersten Geschäfte dürfen wieder öffnen. Das sind nach mehreren schwierigen Wochen gute Nachrichten – auch für die Wirtschaft.

In vielen Unternehmen wird die Produktion wieder hochgefahren, so z. B. in der Autoindustrie, auf die auch zahlreiche Zulieferfirmen angewiesen sind. Doch von einem Aufatmen ist unsere Wirtschaft noch weit entfernt.

Blick zurück: Ein Monat voller Einschränkungen

Was sich so selbstverständlich anhört – Geschäfte, die montags ihre Türen öffnen, laufende Bänder in Unternehmen – war über einen Monat lang verboten oder nur eingeschränkt möglich. Und das, obwohl es sich hier um wichtige Grundrechte handelt. Wie war diese Entwicklung möglich, und wie geht es jetzt für Arbeitnehmer, Betriebsräte und Unternehmen weiter?


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von Christine am 15.04.2020, 23:45 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt
Lufthansa in der Corona-Krise
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Lufthansa-Betriebsratsvorsitzende Petra Zander im Interview

Die meisten Flugzeuge der Lufthansa bleiben wegen der Corona-Pandemie im Moment am Boden, 87.000 Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Über die Situation bei Europas größter Fluglinie sprachen wir mit der Lufthansa-Betriebsratsvorsitzenden Petra Zander.

Frau Zander, Corona traf viele Firmen völlig unvorbereitet. War die Lufthansa auf den Epidemie-Fall vorbereitet, gab es einen Katastrophenplan in der Schublade?


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Neue Produkte und Ideen durch Corona
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Desinfektionsmittel statt Alkohol, Atemschutzmasken statt Mode, Beatmungsgeräte statt Autos: In der Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre Produktion (zumindest zum Teil) umgestellt und helfen so, den Bedarf an dringend benötigten Hilfsmitteln zu decken.

Es ist vielleicht nur ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels – und doch ist es geradezu erstaunlich, wie schnell und kreativ Betriebe in den unterschiedlichsten Branchen auf die neue Situation reagiert haben. Zum einen hat der Mangel an Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten weltweit zu einer Hilfewelle unter den Unternehmen geführt, von den großen Konzernen bis zu Kleinstunternehmen. Zum anderen versuchen viele Betriebe, durch neue Ideen und Angebote die nächsten Wochen über die Runden zu kommen.

Hilfe in der Not: Industrie rüstet um


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Die wichtigsten Punkte für Sie als Betriebsrat

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Wie bekomme ich Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut, wenn Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen haben? Was passiert mit meinem Lohn, wenn ich nicht zur Arbeit erscheinen kann, weil ich meine Kinder beaufsichtigen muss? Wenn Homeoffice nicht möglich ist, muss ich dann meinen gesamten Jahresurlaub nehmen oder Minusstunden ansammeln? Wie soll ich es schaffen, eine große Anzahl an Minusstunden später wieder abzubauen? Diese und ähnliche Fragen stellen sich gerade Arbeitnehmer und Betriebsräte in ganz Deutschland.


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