von Christine am 09.06.2020, 07:09 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Ist das der richtige Weg?

Konjunkturpaket nicht für Verbrennungsmotoren
Bild: Adobe_Stock_ Kurhan

Viele Betriebsräte aus der Automobilbranche kritisieren das Konjunkturpaket zur Corona-Krise, weil es keine Kaufprämien für Verbrenner vorsieht. In der Branche ist die Sorge um die Arbeitsplätze groß. Ist der Ärger berechtigt?

Ein Kommentar des Branchenexperten Dr. Helmut Becker zur unterlassenen Automobil-Kaufprämie im Konjunkturpaket

Der Ärger der Betriebsräte von Daimler und Co. ist verständlich – aber nur dann, wenn man berücksichtigt, dass im Vorfeld des Konjunkturpaketes vom Verband der Autoindustrie (VDA) und den Führungsspitzen der deutschen Hersteller, insbesondere aus Wolfsburg, landauf landab in den Medien völlig falsche Erwartungen geweckt wurden.


mehr »
Online-Sitzungen Schwerbehindertenvertretung
rcx – stock.adobe.com

Der neue § 129 BetrVG regelt die Online-Sitzungen für Betriebsräte – und sorgt für Unmut der Schwerbehindertenvertretungen. Viele SBV’ler fühlen sich vom Gesetzgeber stiefmütterlich behandelt. Zu Recht?

Gastbeitrag des ifb-Referenten Günter Friedrich, Rechtsanwalt in Köln

Durch das Arbeit-von-morgen-Gesetz (Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung) wird der § 129 BetrVG für Online-Sitzungen des Betriebsrats geändert. Was bedeuten die Änderungen für die Schwerbehindertenvertretung (SBV)?


mehr »

Aktuelle Fördermöglichkeiten für Unternehmen: Informationen für Mitglieder im Betriebsrat oder Wirtschaftsausschuss

Bildquelle: Pixabay

„Wir tun alles, damit kein gesundes Unternehmen schließen muss.“

Um dieses Versprechen von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, auch halten zu können, hat die Bundesregierung jetzt ein großes Hilfspaket für die Wirtschaft beschlossen. Dazu werden neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufgenommen. Das Parlament hat die dafür notwendige Abweichung von der im Grundgesetz festgelegten Schuldenbremse genehmigt.

Die wichtigsten Punkte für Sie als Mitglied im Betriebsrat oder Wirtschaftsausschuss haben wir hier für Sie zusammengestellt.


mehr »
von Christine am 23.03.2020, 14:07 Uhr , Kategorie: Betriebsrat

Betriebsrat Salvatore Iavarone im Interview

Foto: Pixabay

Die Idee mit dem Skifahren kam ganz spontan auf. Betriebsrat Salvatore Iavarone aus Krefeld schloss sich zwei Freunden an und reiste Anfang März zum Kurzurlaub nach Ischgl. Auf dem Rückweg hatten alle drei das Corona-Virus im Gepäck. Inzwischen ist Salvatore zum Glück auf dem Weg der Besserung – aber noch immer in Quarantäne.

Salvatore, Du hast Dich im Skiurlaub mit Covid-19 infiziert. Wie geht’s Dir heute?


mehr »
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

In Bayern und im Saarland wurden bereits am Freitag weitere Maßnahmen und Einschränkungen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Gestern tagten dann Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder, um bundesweite Regelungen zu diskutieren – natürlich nicht persönlich, sondern am Telefon. Das Resultat? Keine strenge Ausgangssperre, wie sie z. B. in Italien oder Frankreich verhängt wurde, sondern ein Kontaktverbot. Ziel ist, soziale Kontakte auf ein Minimum herunterzufahren. Gleichzeitig sollen die Einschränkungen auf die Wirtschaft so gering wie derzeit möglich bleiben.

Kontaktverbot: Was genau bedeutet das?


mehr »

Die wichtigsten Punkte für Sie als Betriebsrat

© studio v-zwoelf – stock.adobe.com

Wie bekomme ich Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut, wenn Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen haben? Was passiert mit meinem Lohn, wenn ich nicht zur Arbeit erscheinen kann, weil ich meine Kinder beaufsichtigen muss? Wenn Homeoffice nicht möglich ist, muss ich dann meinen gesamten Jahresurlaub nehmen oder Minusstunden ansammeln? Wie soll ich es schaffen, eine große Anzahl an Minusstunden später wieder abzubauen? Diese und ähnliche Fragen stellen sich gerade Arbeitnehmer und Betriebsräte in ganz Deutschland.


mehr »
von Nicola am 09.03.2020, 13:09 Uhr , Kategorie: Allgemein, Kurzarbeit, Wirtschaftskrise

Koalition beschließt Coronavirus-Hilfen für Unternehmen

Nachdem sich Covid-19 auch in Deutschland weiter ausbreitet, hat sich die Koalition jetzt auf Maßnahmen geeinigt, um die Folgen für die Wirtschaft abzuschwächen.

Durch die Corona-Krise soll möglichst kein Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten, möglichst kein Arbeitsplatz verloren gehen,“ so steht es im Beschluss des Koalitionsausschusses.

Der Zugang zu Kurzarbeitergeld soll deshalb erleichtert und der Rahmen erweitert werden. Bei dieser Leistung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Kündigungen sollen so vermieden werden. Neu geplant sind folgende Regelungen:

  • Arbeitgebern sollen die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden – und zwar voll und nicht nur wie bereits Ende Januar von der Koalition beschlossen zu 50 Prozent.
  • Betriebe sollen zudem Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind statt wie bisher ein Drittel.
  • Auch Leiharbeiter sollen Kurzarbeitergeld bekommen können.

Besonders betroffene Unternehmen will die Regierung außerdem finanziell unterstützen. Sie werde dazu entsprechende Liquiditätshilfen vorschlagen und in Kürze ein Gespräch mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und den Gewerkschaften abhalten.

Zusätzliche Investitionen

Zusätzlich wollen Union und SPD ein milliardenschweres Investitionspaket schnüren. „Wir werden die Investitionen des Bundes in den Jahren 2021 bis 2024 um jeweils 3,1 Milliarden Euro verstärken und so vereinbarte Investitionspfade ausbauen und neue Prioritäten in Höhe von insgesamt 12,4 Milliarden Euro ermöglichen“, heißt es im Papier.

Der für Anfang 2021 beschlossene Abbau des Solidaritätszuschlages wird jedoch nicht, wie von der SPD gefordert, um ein halbes Jahr vorgezogen.