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Irgendwie ist es schon fast keine Überraschung mehr: Mit dem Wandel der Arbeitswelt nehmen die psychischen Belastungen zu. Und nach wie vor sind Erkrankungen wie beispielsweise Burnout oder Depressionen der zweithäufigste Grund für eine Krankschreibung. (Auf Platz 1 der arbeitsbedingten Beschwerden: Muskel- und Skeletterkrankungen). Doch die konkreten Zahlen verblüffen dann schon: Laut einem aktuellen Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat sich die Zahl der Arbeitnehmer, die wegen psychischer Leiden ausfallen, in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2007 fielen demgemäß 48 Millionen Krankheitstage an, 2017 waren es sage und schreibe 107 Millionen. Experten berechnen daraus Produktionsausfälle in Höhe von 12,2 Milliarden Euro. Das berichtet unter anderen die FAZ.


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Psychische Erkrankungen nehmen einen immer höheren Anteil der häufigsten Gründe von Arbeitsunfähigkeit ein. Nach aktuellen Daten waren die seelischen Leiden im Jahr 2009 bereits für knapp neun Prozent aller krankheitsbedingten Fehlzeiten ursächlich. Neue Erkenntnisse zu den Hintergründen der angehenden Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts wurden nun von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) getroffen. Eine Studie, an der 517 Beschäftigte aus drei Branchen teilnahmen, kam zu dem Ergebnis, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen und aufgetretenen Depressionen besteht. Im Klartext heißt das: Je höher die objektive Arbeitsbelastung, desto häufiger traten Depressionen oder depressive Verstimmungen bei den Arbeitnehmern auf.

Dass Dauerstress krank macht, ist nun wirklich nicht besonders überraschend. Das kann man sich ja selbst denken. Oder schlimmstenfalls hat man es am eigenen Leib erfahren. Dennoch irgendwie erschreckend, wenn plötzlich ein wissenschaftlicher Nachweis auf dem Tisch liegt. Aber was tun? Die Bundesanstalt empfiehlt regelmäßige Mitarbeitergespräche. Viel wirkungsvoller dürfte sein,
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